Satzung

Künstlergilde e.V.

Angenommen am 17. Februar 2001

1. Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.1

„Die Künstlergilde e.V." ist eine Vereinigung von Künstlern und Künstlerinnen sowie von Kulturinstitutionen und -organisationen zum Erhalt und zur Vermittlung geschichtlicher und gegenwärtiger kultureller Leistungen aus den und in die historischen deutschen Kulturlandschaften in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

1.2

Der Verein hat seinen Sitz in Esslingen. Er wurde am 21. September 1948 in das Vereinsregister beim

Amtsgericht Esslingen eingetragen.

1.3

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Zweck und Aufgaben

2.1

Zweck und Aufgaben des Vereins sind insbesondere

- Kunst und Kultur ein Forum zu geben und zu dokumentieren mit dem Ziel, künstlerische Gestaltung und Reflexion über den deutschen Kulturbeitrag aus dem Osten sowohl im In- als auch im Ausland zu vermitteln und zu fördern, in der Bundesrepublik Deutschland, in den Staaten der Europäischen Gemeinschaft, besonders in den Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas,

- Vergabe von Preisen zur bildenden Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft,

- Kooperation mit Künstlerorganisationen und -einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland und in den Staaten Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas zum Zwecke der Völkerverständigung und des künstlerischen wie kulturellen Austausches,

- Förderung des Schaffens und der Wahrung der Interessen des in Nr. 1.1 genannten Personenkreises

- Förderung des künstlerischen Nachwuchses und Vermittlung der Satzungsziele an die junge Generation

2.2

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen, ausgenommen sind Honorare für vertraglich vereinbarte Leistungen.

2.3

Der Verein kann zur Förderung seiner Zwecke eine selbstständige, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts errichten.

3. Organisation

3.1

Die Künstlergilde betreibt eine Geschäftsstelle in Esssingen zur Durchführung der satzungsmäßigen

Aufgaben. Es können hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt werden.

3.2

Die Künstlergilde gliedert sich inhaltlich in Fach- und regional in Landesgruppen.

3.3

Es bestehen folgende Fachgruppen:

- Bildende Kunst mit der Unterabteilung Fotokunst

- Literatur, mit den Unterabteilungen Darstellende Kunst und Publizistik

- Musik

Die Arbeit der Fachgruppen kann durch Geschäftsordnungen geregelt werden. Darüber hinaus besteht ein Förderkreis, der Gildenfreunde und juristischen Personen (Stiftungen, Verbände) umfasst und sich eine Geschäftsordnung geben kann.

3.4

Die Landesgruppen sollen in ihrer Regionalstruktur den Bundesländern entsprechen. In ihren Entscheidungen und ihrer Arbeit sind die Landesgruppen unabhängig. Sie sind der Satzung der Künstlergilde verpflichtet, können sich aber eigene Geschäftsordnungen geben. Die Landesgruppen können sich im jeweiligen Bundesland als Vereine begründen. Zur Koordinierung der Arbeit soll der/die Vorsitzende mindestens einmal jährlich mit den Leitern/ Leiterinnen der Landesgruppen zusammentreten.

4. Mitgliedschaft

4.1

Mitglied des Vereins kann jede natürliche und jede juristische Person werden.

4.2

Die Mitglieder bringen sich uneigennützig in die Förderung der Vereinsziele ein. Über die Aufnahme eines Mitglieds entscheidet der Vorstand; hierzu ist vorher die Meinung der Fachgruppe und der Landesgruppe einzuholen und zu berücksichtigen.

4.3

Juristische Personen (Stiftungen, Verbände) sowie Gildenfreunde können als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.

Der Kreis der Gildenfreunde bildet die ideellen und finanziellen Förderer der Arbeit der Künstlergilde. Er kann auch in eine andere Struktur, z.B. Förderkreis, Trägerverein oder Stiftung überführt werden. Näheres beschließt die Mitgliederversammlung.

4.4

Ehrenmitglieder wählt die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit. Vorschläge sind den Mitgliedern mit der Tagesordnung vor der Mitgliederversammlung schriftlich zu übermitteln.

4.5

Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds, durch Austritt oder durch Ausschluss aus dem Verein. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung und wird mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Schluss des Geschäftsjahres gültig.

4.6

Der Vorstand kann ein Mitglied wegen Beitragsrückstandes oder schweren Verstoßes gegen die Vereinssatzung ausschließen. Dem Mitglied steht ein Einspruchsrecht zu. Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig. Bis zur Entscheidung ruhen die Rechte des ausgeschlossenen Mitgliedes.

4.7

Von den Mitgliedern werden Jahresbeiträge erhoben. Die Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung. Der Beitrag ist bis 31. März des laufenden Jahres zu entrichten. Auf Antrag kann der Mitgliedsbeitrag gemindert oder erlassen werden. Ein Teil der Mitgliedsbeiträge wird den Landesverbänden zur Verfügung gestellt.

5. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

- die Mitgliederversammlung

- der Vorstand

6. Mitgliederversammlung

6.1

Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

- Wahl des/der Vorsitzenden und dessen/deren Stellvertreter/in,

- Wahl eines Schatzmeister/einer Schatzmeisterin und eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin

- Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder aufgrund des Vorschlags der Fach- und Landesgruppen,

- Wahl der Kassenprüfer/innen und deren Stellvertreter/innen,

- Entgegennahme des Geschäfts- und Kassenberichtes sowie Entlastung des Vorstandes,

- Wahl von Ehrenmitgliedern,

- Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und der Aufnahmegebühr,

- Genehmigung der Errichtung einer Stiftung

- Satzungsänderungen und eventuelle Auflösung des Vereins.

6.2

In jedem Geschäftsjahr findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Sie wird einberufen im Auftrag des/der Vorsitzenden durch den/die Geschäftsführer/in. Zwischen dem Tag der schriftlichen Einladung und dem Termin der Versammlung muss eine Frist von vier Wochen liegen.

6.3

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb einer Frist von zwei Wochen einzuberufen, wenn sie der Vorstand beschließt oder ein Drittel der Mitglieder sie beantragt hat.

6.4

Mit der Einberufung der ordentlichen Mitgliederversammlung wird die Tagesordnung zugestellt; sie muss folgende Punkte enthalten:

- Entgegennahme der Geschäfts- und Kassenberichte,

- Entlastung des Vorstandes,

- Wahlen (nach Fälligkeit),

- Beschlussfassung über vorliegende Anträge.

Anträge zur Tagesordnung der Mitgliederversammlung sind bis spätestens zehn Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich, an die Geschäftsstelle zu richten; die Tagesordnung ist dann entsprechend zu ergänzen.

6.5

Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Die Übertragung von Stimmrechten ist unzulässig. Juristische Personen verfügen lediglich über jeweils eine Stimme.

6.6

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden, jedoch nicht bei Wahlen. Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

6.7

Auf Antrag ist geheim oder namentlich abzustimmen.

6.8

Die Mitgliederversammlung wird vom/von der Vorsitzenden oder dessen/deren Stellvertreter/in geleitet; bei Verhinderung beider von einem anderen Vorstandsmitglied. Bei Wahl des Vorsitzenden ist die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorhergehenden Diskussion einem/einer Wahlleiterin zu übertragen, der/die von der Mitgliederversammlung zu bestellen ist.

6.9

Über die Mitgliederversammlung und deren Beschlüsse ist ein Ergebnisprotokoll zu erstellen, das vom/von der Vorsitzenden oder dessen/deren Stellvertreter/in sowie dem Protokollanten/ der Protokollantin zu unterzeichnen ist. Es muss folgende Feststellungen enthalten:

- Ort und Zeit der Versammlung,

- die Person des Versammlungsleiters/der Versammlungsleiterin und des Protokollführers/der Protokollführerin, bei Wahlen auch die Person des Wahlleiters,

- die Zahl der erschienen Mitglieder,

- die Tagesordnung,

- die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung.

7. Vorstand .

7.1

Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern:

- dem/der Vorsitzenden

- dem/der stellvertretenden Vorsitzenden

- dem Schätzmeister/der Schatzmeisterin

- je einem/einer Vertreter/Vertreterin der in Nr. 3.3 genannten Fachgruppen - einem/einer Vertreter/Vertreterin aus dem Kreis der Landesgruppenleiter/ Landesgruppenleiterinnen

7.2

Vorstand im Sinne des §26 BGB sind der/die Vorsitzende und sein(e)/ihr(e) Stellvertreter(in). Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeder von ihnen ist auch allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis zum Verein wird der/die Stellvertreter/in jedoch nur bei Verhinderung des Vorsitzenden tätig.

7.3

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt; er bleibt bis zur Neuwahl im Amt.

7.4

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder, darunter der/die Vorsitzende oder Stellvertreter/in anwesend sind. Bei Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der Stimmen, bei Stimmengleichheit die Stimme des/der Leiters/in der Vorstandssitzung.

Der Vorstand beschließt insbesondere über:

--grundsätzliche Richtlinien der Tätigkeit der Künstlergilde,

- den Entwurf des Wirtschaftsplanes,

- den Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel,

- Personalangelegenheiten,

- die Errichtung einer Stiftung und deren Satzung (Nr. 2.3).

- Er beruft die Preisrichter der Künstlergilde.

- Er verleiht die „pro arte“ Medaille.

- Er schlägt der Mitgliederversammlung die Wahl von Ehrenmitgliedern vor

- er beruft die Mitglieder des Beirats

7.5

Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Sie regelt die Zeichnungsbefugnis im Geschäftsverkehr und kann unter den Vorstandsmitgliedern Zuständigkeiten festlegen. Es kann ein geschäftsführender Vorstand gebildet werden.

8. Beirat

8.1

Der Verein kann einen Beirat bilden. Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand zu beraten, insbesondere in grundsätzlichen Organisationsfragen und in der Planung und Durchführung der satzungsmäßigen inhaltlichen Arbeit. Seine Beschlüsse haben Empfehlungscharakter.

8.2

Dem Beirat gehören vom Vorstand berufene Persönlichkeiten entsprechend Nr. 1 und 2 der Satzung an. Der Beirat soll nicht mehr als 8 Mitglieder umfassen, einschließlich des/ der Vorsitzenden der Künstlergilde oder Stellvertreter, der/die dem Beirat vorsteht. In den Beirat kann auch je ein Vertreter der Stadt Esslingen und des Landes Baden-Württemberg berufen werden.

9. Die Geschäftsstelle

9.1

In Wahrnehmung seiner in Nr. 2 genannten Aufgaben betreibt der Verein eine Geschäftsstelle, die von einem/einer Geschäftsführer/in geleitet wird; er/sie ist dem Vorstand, insbesondere dem/der Vorsitzenden verantwortlich. Er/sie wird vom Vorstand bestellt.

9.2

Der/die Geschäftsführerin führt die Geschäfte des Vereins in Zusammenarbeit mit dem/der Schatzmeister/in. Er/sie bereitet die Sitzungen der Gremien des Vereins vor, wirkt in ihnen mit, führt deren Beschlüsse aus und wirkt in Absprache mit dem Vorsitzenden bei der Außenrepräsentanz des Vereins mit.

9.3

Näheres regelt eine Geschäftsordnung.

10. Kassenprüfung

10.1

Die Kasse wird in jedem Geschäftsjahr durch zwei von der Mitgliederversammlung gewählte Kassenprüferlinnen oder einem Fachanwalt für Steuerrecht oder einem Steuerprüfer geprüft. Die Kassenprüfer werden von der Mitgliederversammlung (Nr. 6.1.) für drei Jahre gewählt. Nr. 7.3. gilt entsprechend.

10.2

Die Kassenprüfer/innen berichten der Mitgliederversammlung und stellen bei ordnungsgemäßer Haushaltsführung den Antrag auf Entlastung des Vorstandes.

11. Auflösung des Vereins

11.1

Die Auflösung des Vereins kann von qer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen beschlossen werden. Die Tagesordnung muss den Punkt „Auflösung des Vereins“ enthalten.

11.2

Das Vermögen des Vereins wird im Falle seiner Auflösung vom Vorstand gemeinnützigen Einrichtungen zur Verwendung im Sinne bisheriger satzungsmäßiger Aufgaben der Künstlergilde zur Verfügung gestellt.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ingolf Seidel